Die neue Bambu Lab P2S: Alle Details und ein umfassender Vergleich

FDM-Drucker Bambu Lab P2S Details des Frontdisplays und der Menüs - Mr Resin

Dachtest du, die P1S wäre schon das Nonplusultra? Dann mach dich bereit, denn die neue Bambu Lab P2S legt die Messlatte noch höher. 🏁
Mit Verbesserungen in nahezu allen Bereichen – von der Temperaturregelung über das Materialmanagement bis hin zum Extrusionssystem – kommt dieser Drucker mit Technologie der zweiten Generation, die die Konkurrenz ordentlich ins Schwitzen bringen wird. 🚀

In diesem Guide erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen: Was ist neu, wie schneidet sie im Vergleich zu anderen Top-Modellen ab, und warum könnte sie (oder auch nicht) Ihr nächstes FDM-Kraftpaket werden. Außerdem finden Sie direkte Links zu den offiziellen Seiten, damit Sie sich selbst ein Bild machen können. 🧐

Was macht die P2S so besonders?

Bambu Lab P2S FDM-Drucker Seitenansicht mit AMS Multicolor-System - Mr Resin

Die P2S ist ein FDM-3D-Drucker im CoreXY-Format mit einem Bauvolumen von 256 × 256 × 256 mm. Sie richtet sich an anspruchsvolle Nutzer, die sowohl dekorative als auch funktionale Bauteile aus technischen Materialien drucken möchten. Zu den wichtigsten Verbesserungen gegenüber der P1S zählen:

  • PMSM-Servo-Extruder mit 8,5 kg Druckkraft, der Filament präzise auch bei hohen Geschwindigkeiten fördern kann.

  • 5-Zoll-Touchscreen mit einer Smartphone-ähnlichen Benutzeroberfläche, intuitiven Menüs und integrierten Tutorials.

  • Eddy-Current-Sensor zur Echtzeit-Flusskalibrierung und Kompensation von Abweichungen an Ecken und Kurven.

  • Adaptives Kühlsystem, das wahlweise mit geschlossener Kammer bei 50 °C für technische Materialien oder geöffnet für Filamente wie PLA betrieben werden kann.

  • 1080p-Kamera mit KI zur automatischen Fehlererkennung und Überwachung der ersten Schicht.

  • Schnellwechsel-Düse: Das gesamte Hotend lässt sich in Sekunden ohne Werkzeug austauschen.

  • Kompatibilität mit AMS 2 Pro, dem Multicolor-Zuführungs- und Trocknungssystem von Bambu Lab, das den Druck mit bis zu 20 Farben/Materialien ermöglicht und Filamente mit 30 % mehr Effizienz trocknet.

Mit diesen Innovationen positioniert sich die P2S als Mittelklassemodell zwischen der P-Serie und der H-Serie von Bambu Lab – sie übernimmt viele Funktionen der X1 Carbon und bleibt dabei deutlich erschwinglicher.

Technische Daten

Um zu beurteilen, ob dieser Drucker Ihren Anforderungen entspricht, finden Sie hier eine Übersicht der wichtigsten Spezifikationen:

Bambu Lab P2S FDM-Drucker Multicolor LCD-Display Detail - Mr Resin

  • Druckvolumen: 256 × 256 × 256 mm.

  • Technologie: FDM, CoreXY-Kinematik.

  • Gehäuse: Kunststoff-Stahlkonstruktion mit Frontscheibe aus gehärtetem Glas.

  • Gewicht: 14,9 kg.

  • Extruder: PMSM-Servomotor mit gehärteten Stahlzahnrädern; Schnellwechsel-Düse (0,2 mm – 0,8 mm). Maximale Temperatur: 300 °C.

  • Heizbett: 110 °C, serienmäßig mit texturierter flexibler PEI-Druckplatte.

  • Maximale Druckgeschwindigkeit: 600 mm/s; Beschleunigung 20.000 mm/s².

  • Flusssensor: Hochfrequenz-Eddy-Sensor zur dynamischen Durchflusskompensation.

  • Beheizter Bauraum: bis zu 50 °C mit Aktivkohlefilter und Luftstromregelung.

Bambu Lab P2S FDM-Drucker Kühlsystem - Mr Resin
  • Display: 5″-Touchscreen (854 × 480 px) mit 8 GB internem Speicher.

  • Konnektivität: Dual-Band-WLAN, Steuerung per App und USB.

  • Software: Bambu Studio; kompatibel mit G‑Code, der aus SuperSlicer, PrusaSlicer und Cura exportiert wurde.

  • Kompatible Filamente: PLA, PETG, TPU, ABS, ASA, PC, Nylon und Verbundwerkstoffe mit Kohle- oder Glasfaser.

Verbesserte Benutzererfahrung

Eine der auffälligsten Neuerungen der P2S ist die überarbeitete Benutzeroberfläche. Der 5″-Touchscreen nutzt ein eigenes Betriebssystem mit großen Symbolen und flüssigen Animationen. Ein Assistent führt Sie durch Nivellierung, Kalibrierung und Wartung – sodass auch Einsteiger vom ersten Druck an gute Ergebnisse erzielen.

  • Automatische Bettnivellierung: Das Druckbett wird mithilfe integrierter Sensoren in Sekunden kalibriert und die Z-Achse automatisch angepasst.

  • Flusskalibrierung: Der Stromsensor analysiert den Filamentdruck während der Extrusion und korrigiert sofort jede Abweichung – das verhindert typische Überextrusionen an Ecken.

  • Echtzeit-Benachrichtigungen: Erkennt der Drucker einen Filamentstau oder einen Fehler in der ersten Schicht, sendet er eine Benachrichtigung und pausiert den Druck, um Materialverschwendung zu vermeiden.

Dank dieser Überwachungsfunktionen druckt die P2S bei hohen Geschwindigkeiten zuverlässiger als viele vergleichbare Modelle.

Bambu Lab P2S impresora FDM vista frontal sin AMS - Mr Resin

Leistungsstarke und stabile Extrusion

Bambu Lab P2S impresora FDM detalle del extrusor la boquilla y el cabezal - Mr Resin

Der PMSM-Servo-Extruder ist eines der zentralen Elemente der P2S. Mit einer Kraft von bis zu 8,5 kg transportiert er das Filament präzise, auch bei hohen Geschwindigkeiten. Das bringt mehrere Vorteile:

  • Weniger Schlupf: Steife und gefüllte Filamente (wie PLA‑CF oder PETG‑CF) werden gleichmäßig gefördert – für eine konstante Extrusion ohne Aussetzer.

  • Höhere Druckgeschwindigkeit: Der Drucker erreicht bis zu 600 mm/s ohne Überextrusion oder Lücken im Druckbild.

  • Frühzeitige Verstopfungserkennung: Der Motor misst den Widerstand und erkennt Unregelmäßigkeiten, bevor sie zu einem schwerwiegenden Fehler führen.

In Kombination mit dem Stromsensor liefert der Servo-Extruder eine überlegene Qualität bei Wänden und komplexen Geometrien.

Adaptives Luftsystem

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, die Belüftung je nach Material anzupassen. Die P2S bietet drei Modi:

  1. Externe Kaltluft: ideal für PLA und TPU, verhindert eine Überhitzung der Kammer.

  2. Gefilterter Kreislauf: bindet VOCs und Partikel und hält die Kammer geschlossen – ideal für technische Filamente wie PETG.

  3. Beheizte Kammer auf 50 °C: unverzichtbar für ABS, ASA oder PC – reduziert Warping und Rissbildung.

Diese Temperaturregelung und Filterung ist in Druckern dieser Preisklasse kaum zu finden. Modelle wie die Creality K2 Plus oder die Prusa Core One verfügen zwar über ein geschlossenes Gehäuse, bieten jedoch weder eine so präzise Luftregelung noch integrierte Filter.

KI-gestützte Fehlererkennung

Bambu Lab P2S impresora FDM ejemplo de grabacion de la camara interior - Mr Resin

Die integrierte Kamera nutzt Algorithmen der künstlichen Bildverarbeitung, um den Druckvorgang zu überwachen. Zu den Funktionen gehören:

  • Erkennen, wenn sich das Druckobjekt vom Druckbett löst und das gefürchtete „Spaghetti-Phänomen" entsteht.

  • Warnung bei verstopfter Düse oder fehlerhafter Extrusion.

  • Bewertung der Haftung der ersten Schicht und automatische Druckpause bei schlechter Haftung.

Diese Funktion ist auf dem Markt alles andere als selbstverständlich. Zwar bietet der X1 Carbon von Bambu eine ähnliche Funktion, doch Drucker anderer Hersteller sind auf das Auge des Nutzers oder externe Kameras angewiesen.

Düsenwechsel in Sekunden

Die P2S vereinfacht die Wartung mit einem Schnellwechsel-Hotend. Der gesamte Block lässt sich mit einem Clip lösen und werkzeuglos austauschen. Der Wechsel von 0,4 auf 0,6 mm – oder auf eine Stahldüse für Abrasivfilamente – dauert weniger als eine Minute.

Das ist besonders praktisch für alle, die zwischen Feinteilen und großen Bauteilen oder zwischen Abrasiv- und Standardmaterialien wechseln. Bei Modellen wie der Core One oder der K2 Plus erfordert ein Düsenwechsel Werkzeug und manuelle Neukalibrierung.

Mehrfarbdruck mit AMS 2 Pro

Das AMS 2 Pro-System ermöglicht das Laden von bis zu 20 Rollen (vier Module mit je vier Rollen) und trocknet das Filament aktiv. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Mehrfarb- und Multi-Material-Druck mit schnellen und präzisen Wechseln.

  • Effizientere Trocknung, unverzichtbar für hygroskopische Materialien wie Nylon oder PETG.

  • Erkennung von Verwicklungen und leeren Rollen. Das System pausiert den Druck und benachrichtigt den Benutzer.

Im Vergleich zum CFS-System der K2 Plus erzeugt das AMS 2 Pro kleinere Filamentreste beim Spülen und reduziert den Materialabfall deutlich. Zudem verkürzt der PMSM-Motor die Wechselzeit und spart bei 100 Farbwechseln bis zu 10 Minuten.

Vergleich mit anderen Druckern

Bei der Entscheidung, welchen 3D-Drucker Sie kaufen möchten, lohnt ein Blick darauf, wie sich die P2S gegenüber anderen beliebten Modellen schlägt. Im Folgenden analysieren wir einige der wichtigsten Konkurrenten.

P2S vs. P1S

Die P1S war Bambus erster 3D-Drucker mit geschlossenem Gehäuse. Im Vergleich dazu bietet die P2S:

  • Servo-Extruder mit 8,5 kg Druckkraft.

  • 5″-Touchscreen und Software der zweiten Generation.

  • Adaptives Luftsystem mit beheiztem Druckraum.

  • KI-gestützte Fehlererkennung.

Die P2S ist damit ideal, wenn Sie einen deutlichen Leistungssprung und mehr Benutzerfreundlichkeit suchen.

P2S vs. X1 Carbon

Die X1 Carbon ist Bambus Flagship-Drucker und teilt einige Merkmale mit der P2S, bietet jedoch zusätzlich den Micro-LiDAR-Sensor (7 μm) für die millimetergenaue Kalibrierung der ersten Schicht. Dafür ist sie deutlich teurer. Wer keine absolute Höchstpräzision benötigt, bekommt mit der P2S den Großteil der X1-Funktionen zu einem günstigeren Preis.

Versus Creality K2 Plus

Die K2 Plus von Creality überzeugt mit ihrem enormen Druckvolumen (350 × 350 × 350 mm) und der Möglichkeit, mit dem CFS-System mehrfarbig zu drucken. Allerdings:

  • Keine KI-gestützte Fehlererkennung.

  • Die Steuerung der Heizkammer ist weniger ausgereift und es fehlt ein Aktivkohlefilter.

  • Die Klipper-Oberfläche kann für Einsteiger weniger intuitiv sein.

  • Das Farbwechsel-Purging erzeugt mehr Filamentverschwendung.

Wer ein großes Druckvolumen benötigt, ist mit der K2 Plus gut bedient – für ein Standardvolumen mit ausgereifterem Workflow und konsistenteren Ergebnissen ist die P2S jedoch die bessere Wahl.

Versus Prusa Core One

Die Core One ist Prusas Antwort auf geschlossene CoreXY-Drucker. Sie bietet ein robustes Design und eine ausgereifte Software mit Profilen für Hunderte von Filamenten. Jedoch:

  • Kein serienmäßiges Multifarbsystem (das MMU-Zubehör ist erforderlich).

  • Weder KI noch Durchflusssensor vorhanden.

  • Der Düsenwechsel erfordert Werkzeug.

Eine hervorragende Maschine für alle, die Wert auf Zuverlässigkeit und Prusa-Support legen – in puncto Automatisierung und Bedienkomfort ist die P2S jedoch fortschrittlicher.

Versus Bambu H2D

Die Bambu H2D ist Bambu Labs professioneller Drucker mit Doppelextruder, konzipiert für die Serienproduktion und den gleichzeitigen Druck mit zwei Farben oder Materialien. Sie ist teurer und komplexer. Die P2S hingegen richtet sich an ambitionierte Anwender und Profis, die ein leistungsstarkes und erschwingliches Gerät suchen. Wer keinen Doppeldruckkopf benötigt, ist mit der P2S mehr als gut ausgestattet.

Vor- und Nachteile der P2S

Bambu Lab P2S impresora FDM vista frontal con el AMS multicolor - Mr Resin

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, fassen wir hier die wichtigsten Stärken und Schwächen dieses Druckers zusammen:

Vorteile

  • Hervorragende Druckqualität dank Durchflusssensor und Servo-Extruder.

  • Intuitive Benutzeroberfläche mit Schritt-für-Schritt-Assistent.

  • Beheizte Kammer mit adaptiver Luftsteuerung und Aktivkohlefilter.

  • KI-gestützte Fehlererkennung mit rechtzeitiger Problembenachrichtigung.

  • Multicolor-Druck dank AMS 2 Pro.

  • Schneller werkzeugloser Düsenwechsel.

Nachteile

  • Höherer Preis als Einsteigerdrucker oder Geräte für knappes Budget.

  • Kein LiDAR-Sensor; die X1 Carbon bleibt die präziseste Option für die erste Schicht.

  • Kammer max. 50 °C: nicht ausreichend für Hochtemperaturmaterialien wie PEEK oder PEI.

  • Einige erweiterte Funktionen sind an das Bambu-Ökosystem gebunden, was die Anpassung mit alternativer Firmware einschränkt.

Tipps zur Nutzung und Wartung

Um das Beste aus dem P2S herauszuholen, beachten Sie folgende Tipps:

  1. Firmware regelmäßig aktualisieren, um von den neuesten Verbesserungen und Fehlerbehebungen zu profitieren.

  2. Durchflusssensor und Extruder regelmäßig reinigen, um Fehlmessungen zu vermeiden.

  3. Kammertemperatur materialgerecht einstellen: Kaltluft für PLA und TPU, 30–40 °C für PETG und 50 °C für ABS, ASA oder PC.

  4. Filamentspulen vor der Verwendung im AMS prüfen, um Verwicklungen und Verdrehungen zu vermeiden.

  5. Bambu Studio-Profile als Ausgangspunkt nutzen und mit Geschwindigkeit, Temperatur und Retraktion experimentieren.

Sollten Sie den P2S kaufen?

Bambu Lab P2S FDM-Drucker Seitenansicht mit AMS Multicolor - Mr Resin

Der P2S richtet sich an alle, die einen zuverlässigen und schnellen 3D-Drucker suchen, der fortschrittliche Technologie mit einfacher Bedienung verbindet. Er ist ideal für Maker, Designer, Lehrer und kleine Unternehmen, die technische Materialien und Multicolor-Projekte problemlos verarbeiten möchten.

🧾 Fazit

Der Bambu Lab P2S ist gekommen, um zu bleiben. Mit spürbaren Verbesserungen bei der Temperaturregelung, Druckgeschwindigkeit, Zuverlässigkeit und einer nahtlosen Integration in das AMS-2.0-Ökosystem positioniert sich dieser Drucker als eine der besten FDM-Optionen des Jahres 2025 – sowohl für erfahrene Maker als auch für alle, die problemlos in den Hochleistungs-3D-Druck einsteigen möchten. Wer bereits einen P1S besitzt, muss nicht zwingend upgraden – aber wer von einer anderen Marke wechselt… wird den Unterschied sofort merken.

Außerdem holt der P2S das Beste aus jedem Filament heraus: von PLA bis hin zu technischen Materialien wie PETG-CF oder PA-CF. Und wenn Sie sein volles Potenzial ausschöpfen möchten…


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