Bambu Lab X2D: vollständiger Test der Nachfolgerin der X1 Carbon (Preis, Technische Daten und Meinung)

Bambu Lab X2D: análisis completo de la sucesora de la X1 Carbon (precio, especificaciones y opinión)

Bambu Lab X2D: vollständige Analyse des Nachfolgers der X1 Carbon (Preis, Spezifikationen und Meinung)

Am 14. April 2026 stellte Bambu Lab offiziell die X2D vor – den direkten Nachfolger der legendären X1 Carbon, die am 31. März aus dem Sortiment genommen wurde. Der neue Drucker füllt die Lücke zwischen der P2S und der H2D – und das mit einer Überraschung: einem Preis von 629 € für die Basisversion und 849 € für das Combo mit AMS, rund 400 Dollar unter den Erwartungen der Community.

frontal y lado derecho de la bambulab x2d con el multicolor arriba, en un taller

Wer die Bambu Lab-Reihe verfolgt hat, weiß: Die X1 Carbon setzte fast vier Jahre lang den Standard für FDM-3D-Drucker im Desktop-Bereich. Nach ihrer Einstellung stellten sich alle dieselbe Frage – wer übernimmt diesen Platz? Die Antwort ist die X2D: ein Drucker mit Doppelextruder, aktivem Thermokamera-System und einem mechanischen Umschaltmechanismus, der den Multimaterial-Druck deutlich vereinfacht.

In dieser Analyse erfahren Sie alles Wichtige: Was ist die X2D, was kostet sie in Deutschland, für wen ist sie gedacht, worin unterscheidet sie sich von der X1 Carbon und der H2D – und lohnt sich der Umstieg? Wer sie bereits bestellt hat und nach kompatiblen Filamenten für die Bambu Lab X2D sucht, wird bei Mr Resin fündig: Wir bieten eine große Auswahl mit nationalem Versand in 24–48 Stunden.

Was ist die Bambu Lab X2D?

Die Bambu Lab X2D ist ein FDM-3D-Drucker mit Doppelextruder, der am 14. April 2026 vorgestellt wurde – zum Preis von 629 € in der Basisversion und 849 € in der Combo-Konfiguration mit dem AMS 2 Pro. Sie ersetzt die X1 Carbon und bietet Multimaterial-Druck sowie Verarbeitung technischer Werkstoffe in einem kompakten Gehäuse mit einem Bauraum von 256 × 256 × 256 mm.

Die X2D positioniert sich zwischen der P2S (Einfachextruder der mittleren Preisklasse für 549 €) und der H2D (IDEX-Doppelextrusion mit optionalem Laser ab 1.749 €). In der Praxis übernimmt die X2D genau die Rolle, die die X1 Carbon in der Produktlinie innehatte: leistungsstarker, kompakter und professioneller Drucker – jetzt jedoch mit Dual-Nozzle-Funktionen, die bisher nur der H2D vorbehalten waren.

Vollständige Spezifikationen der Bambu Lab X2D

collage de imagenes con los highlights o puntos mas interesantes de la Bambulab xd donde se muestra sus ventajas

Merkmal Spezifikation
Druckvolumen 256 × 256 × 256 mm
Extrusionssystem Dual-Nozzle mit mechanischer Umschaltung
Haupt-Nozzle (links) Direct Drive, bis zu 1.000 mm/s
Hilfs-Nozzle (rechts) Bowden, bis zu 200 mm/s
Maximale Nozzle-Temperatur 300 °C
Aktive Heizkammer Bis zu 65 °C (Heat Mode)
Kammermodi Cool Mode (PLA) und Heat Mode (ABS, ASA, Nylon, PC)
Sensoren 31 Überwachungssensoren
KI-Kameras Liveview-Kamera + Toolhead-Kamera
Servomotor PMSM mit 20.000 Abtastungen/Sekunde
Filterung HEPA
Display 5-Zoll-Touchscreen
Gewicht 16,25 kg
Gleichzeitige Farben Bis zu 25 mit mehreren AMS
Kalibrierung Dynamic Flow Calibration vor jedem Druck
Schwindungskompensation Auto Hole & Contour Compensation
Vision Encoder (optional) 50-Mikrometer-Genauigkeit im gesamten Druckvolumen
Nozzle-Kompatibilität Austauschbar mit dem X2/H2/P2-Ökosystem
Grundpreis 629 € (EU)
Combo-Preis (mit AMS 2 Pro) 849 € (EU)

Das Dual-Nozzle-System der X2D im Detail erklärt

Geöffnete Frontansicht des Druckkopfs der Bambu Lab X2D mit den zwei sichtbaren Nozzles

Das Herzstück der X2D ist ihr Doppelextruder-System – und es funktioniert anders, als die meisten erwartet hätten. Es handelt sich nicht um ein IDEX-System wie bei der H2D (mit zwei unabhängigen Achsen), sondern um eine elegantere Lösung, die zwei Extrusionsarten in einem einzigen gemeinsamen Druckkopf vereint.

Das Haupt-Nozzle (links) arbeitet mit Direct-Drive-Extrusion: Der Motor sitzt direkt am Druckkopf, was einen kurzen Filamentweg ermöglicht. Diese Konfiguration ist ideal für flexible Materialien wie TPU sowie für hochpräzisen 3D-Druck. Das Hilfs-Nozzle (rechts) verwendet ein klassisches Bowden-System: Der Motor sitzt an der Rückseite des Druckers und drückt das Filament durch einen PTFE-Schlauch zum Druckkopf.

Die Umschaltung zwischen den Nozzles erfolgt über einen mechanischen Zahnrad-und-Auslöser-Mechanismus – ganz ohne zusätzliche Motoren im Druckkopf. Das hält den Toolhead leicht, was Geschwindigkeit und Präzision zugutekommt. Laut Bambu Lab hat der Mechanismus in Tests mehr als eine Million Umschaltvorgänge ohne Verschleiß absolviert.

Vor- und Nachteile des Bowden-Hilfssystems

Transparenz ist uns wichtig. Das Bowden-System des Hilfs-Nozzles hat drei praktische Konsequenzen, die Sie vor dem Kauf kennen sollten:

  1. Maximale Druckgeschwindigkeit auf 200 mm/s begrenzt (gegenüber 1.000 mm/s der Hauptdüse). Für den Stützstrukturdruck, der den Hauptanwendungsfall der Hilfsdüse darstellt, ist das irrelevant: TechRadar hat berechnet, dass bei einem typischen zweistündigen Druck der Mehraufwand etwa zehn Minuten beträgt.
  2. Nicht empfohlen für TPU und flexible Filamente. Der lange Filamentweg in einem Bowden-System verursacht Komprimierungs- und Rutschprobleme bei elastischen Materialien. Wer TPU in Kombination mit anderen Materialien drucken möchte, sollte das TPU stets über die linke Düse führen.
  3. Die Druckqualität der Hilfsdüse ist leicht geringer. Bambu Lab gibt dies offen zu und empfiehlt die Verwendung von offiziellem Bambu Lab Filament in der rechten Düse für beste Ergebnisse. Tom's Hardware beobachtete ein leichtes Wellenmuster an den Seitenwänden, die von der Hilfsdüse gedruckt wurden – unter Vergrößerung sichtbar, mit bloßem Auge jedoch nicht.

Das Konzept ergibt Sinn, wenn man den eigentlichen Zweck versteht: Die Hilfsdüse ist in erster Linie für den Druck von Stützmaterial (lösliches PVA, ablösbares PETG) sowie für den unterstützten Mehrfarb-Druck gedacht – nicht dafür, Hauptbauteile im gleichen Tempo wie die Hauptdüse zu drucken.

X2D vs. X1 Carbon: Lohnt sich das Upgrade?

la camra de la bambulab X2D detectando un error en el buildplate

Die X1 Carbon wurde im Mai 2022 auf Kickstarter gelauncht, sammelte über 7 Millionen US-Dollar ein und war drei Jahre lang die Referenz im professionellen Desktop-FDM-Druck. Bambu Lab stellte sie am 31. März 2026 ein – mit Firmware-Support bis Mai 2027, Sicherheits-Updates bis Mai 2029 und Ersatzteilen bis März 2031.

Merkmal X1 Carbon X2D
Extrusion Einzeldüse Dual-Düse mit mechanischer Umschaltung
Aktive Heizkammer Nein Ja, bis 65 °C
PMSM-Servomotor Nein Ja, 20.000 Messungen/Sek.
Vision Encoder Nicht verfügbar Optional
KI-Kameras Eine Zwei (Liveview + Druckkopf)
Mehrfarb-Druck Ja, mit AMS Ja, bis zu 25 Farben
HEPA-Filterung Teilweise Ja, integriert
Originalpreis 1.199 $ 629 € / 849 € Combo
Status Eingestellt (März 2026) Verfügbar

Wer eine gut funktionierende X1 Carbon besitzt und ausschließlich mit einem Material druckt, muss wahrscheinlich noch kein Upgrade durchführen. Der offizielle Support läuft noch Jahre. Wer jedoch regelmäßig technische Werkstoffe verarbeitet (ABS, ASA, Nylon-CF), sauberere Stützstrukturen mit zwei Materialien möchte oder ernsthaft Mehrfarb-Druck betreiben möchte, wird in der X2D einen klaren Generationssprung erkennen – und das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.

X2D vs. H2D: Welcher 3D-Drucker ist der Richtige?

Der spannendste Vergleich im aktuellen Bambu Lab Sortiment ist X2D gegen H2D. Beide verfügen über Dual-Extrusion, richten sich jedoch an unterschiedliche Nutzer.

Merkmal X2D H2D
Dual-Nozzle-System Geteilt mit mechanischer Umschaltung IDEX (unabhängige Schlitten)
Druckvolumen 256 × 256 × 256 mm 325 × 320 × 325 mm
Geschwindigkeit Hilfs-Nozzle 200 mm/s (Bowden) Vergleichbar mit Hauptdüse (Direct Drive)
Laserschneiden / Messer Nein Optional
Standfläche Kompakt Groß
Preis ab 629 € 1.749 €

Die H2D ist die richtige Wahl für alle, die ein großes Druckvolumen, Laserschneid- oder CNC-Funktionen und echtes IDEX-Dual-Extrusion benötigen. Sie ist die professionelle Allround-Maschine für Studios mit vielfältigen Anforderungen. Die X2D richtet sich an alle, die Dual-Extrusion in einem kompakten Format wünschen – mit geringer Standfläche und überschaubarem Budget. Wenn Sie hauptsächlich Teile in normaler Größe drucken (die bisher in eine X1C gepasst hätten), bietet Ihnen die X2D 90 % der Leistung der H2D zu einem Drittel des Preises.

X2D vs. P2S: Brauchen Sie wirklich einen Doppelextruder?

Das ist die entscheidende Frage, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Die P2S (549 €) ist ein hervorragender Einzel-Extruder-Drucker, der für 90 % der Anwendungsfälle der meisten Maker vollkommen ausreicht. Der Preisunterschied von 80 € zur X2D lohnt sich nur dann, wenn Sie das Dual-Nozzle-System auch wirklich nutzen.

Kaufen Sie die P2S, wenn: Sie ausschließlich PLA und PETG drucken, keine löslichen oder ablösbaren Stützstrukturen benötigen, kein ernsthaftes Mehrfarben-Drucken planen und keine technischen Materialien verarbeiten möchten, die eine beheizte Kammer erfordern.

Kaufen Sie die X2D, wenn: Sie saubere Stützstrukturen mit ablösbarem Material möchten (PLA+PETG oder PLA+PVA), Mehrfarben-Druck mit AMS planen, ABS, ASA oder Nylon-CF drucken möchten oder den PMSM-Servo zur frühzeitigen Verstopfungserkennung schätzen.

Reale Anwendungsfälle des Bambu Lab X2D

Jenseits der technischen Daten sind dies die Szenarien, in denen der X2D wirklich glänzt:

Saubere Stützstrukturen mit ablösbarem Material

Dies ist wohl das stärkste Verkaufsargument des X2D beim Drucken mit einem einzigen Hauptmaterial. Sie können Teile in PLA mit Stützstrukturen aus PETG drucken (das nicht an PLA haftet) oder lösliches PVA für komplexe Geometrien verwenden. Das Ergebnis sind Bauteile mit makellosem Oberflächenfinish an den Auflageflächen der Stützstrukturen – ohne Abdrücke oder Narben.

Mehrfarben-Druck mit AMS

Mit der Combo-Konfiguration und mehreren AMS-Einheiten kann der X2D bis zu 25 verschiedene Farben drucken. Das Dual-Nozzle-System und der neue Filament Track Switch in Bambu Studio 2.5.3 reduzieren das Filament-Purging erheblich – das bislang größte Problem beim Mehrfarben-Druck mit Einzel-Nozzle-Druckern.

Technische Materialien in der beheizten Druckkammer

Die aktiv beheizte Druckkammer mit bis zu 65 °C erschließt Materialien, die in offenen Druckern oder solchen ohne Kammerheizung zu Warping-Problemen neigen: ABS, ASA (UV- und witterungsbeständig, ideal für den Außeneinsatz), Nylon, Nylon-CF und PC. Der Heat Mode verteilt die Wärme gleichmäßig, sodass die Schichten von Rand zu Rand optimal verbinden – auch bei großen Bauteilen.

Professionelles Prototyping auf kompaktem Raum

Für Studios, Büros oder kleine Druckfarmen bietet die Kombination aus geringer Standfläche, beheizter Kammer, HEPA-Filterung und KI-Überwachung eine äußerst solide Basis für den Dauerbetrieb ohne ständige Aufsicht.

Aktiv beheizte Druckkammer: Warum der Heat Mode wichtig ist

Viele Drucker werben mit einer „geschlossenen Kammer", doch nur wenige verfügen über eine aktiv beheizte Kammer. Der X2D übernimmt das Heat-Mode-System des H2D, das die Kammer während des gesamten Druckvorgangs konstant auf bis zu 65 °C hält.

Dies ist besonders kritisch bei technischen Materialien. ABS beispielsweise zieht sich beim Abkühlen zusammen. Ist die Kammer nicht beheizt, kühlen die unteren Schichten schneller ab als die oberen – das erzeugt innere Spannungen, die zu Warping (Verziehen) oder Delaminierung führen. Mit aktiviertem Heat Mode kühlt das gesamte Bauteil gleichmäßig ab, die Schichten verbinden sich fest miteinander, und die Drucke kommen plan und massiv heraus.

Der Cool Mode hingegen ist für PLA und Materialien konzipiert, die eine schnelle Kühlung für saubere Überhänge und Brücken benötigen. Frische Außenluft wird eingezogen und die warme Luft nach außen abgeführt. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Betriebsmodi, zwischen denen die X2D je nach Material automatisch wechselt.

Bambu Studio 2.5.3 und Color Mixing

figura impresa estilo anime en una bambulab X2D en multicolor con alto detalle

Die Markteinführung der X2D wird von einem Update auf Bambu Studio Version 2.5.3 begleitet, das spezifischen Support für den neuen Drucker hinzufügt und eine lang erwartete neue Funktion mitbringt: Color Mixing.

Color Mixing ermöglicht es, 2 oder 3 Filamente desselben Typs direkt im Slicer zu mischen, um neue Farben oder Farbverläufe zu erzeugen – ganz ohne externe Software. Mit dem offiziellen CMYK-Kit von Bambu Lab (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) lassen sich aus nur 4 Spulen Hunderte von Farbtönen erstellen. Wir haben einen ausführlichen Leitfaden zu Color Mixing in Bambu Studio veröffentlicht, der die Funktionsweise Schritt für Schritt erklärt.

Eine weitere Neuerung in Version 2.5.3 ist der Filament Track Switch, der das Routing von Filamenten aus dem AMS zu beiden Düsen bei Multi-Extruder-Druckern wie der X2D und der H2C ermöglicht. In der Praxis reduziert dies unnötiges Purging erheblich und verbessert die Effizienz beim Mehrfarbendruck deutlich.

Wo kann man die Bambu Lab X2D in Deutschland kaufen?

Die X2D ist ab dem 14. April 2026 im offiziellen Bambu Lab Shop (bambulab.com) erhältlich – die Basisversion für 629 € und das Combo-Paket mit AMS 2 Pro für 849 €. Der Vision Encoder für eine Präzision von 50 Mikrometern wird separat verkauft.

Wenn Sie gerade eine X2D gekauft haben, finden Sie bei Mr Resin alle kompatiblen Filamente mit Versand innerhalb von 24–48 Stunden: PLA, PETG, ABS, ASA, Nylon, TPU und technische Filamente. Außerdem führen wir RFID-erkennbares PLA für die direkte Integration mit dem AMS sowie eine breite Auswahl an Harzen und Zubehör, um Ihr 3D-Druck-Setup optimal zu ergänzen.

Fazit: Für wen ist die Bambu Lab X2D geeignet?

Die X2D ist eine der besten Produktentscheidungen, die Bambu Lab seit Jahren getroffen hat. Sie ist weder eine X1 Carbon 2.0 noch eine H2D Mini. Es ist eine Maschine mit eigener Identität, die ein sehr konkretes Problem löst: den Zugang zu Dual-Nozzle-Druck und technischen Materialien in einem kompakten Format für unter 900 Euro.

Die X2D ist das Richtige für Sie, wenn:

  • Sie von einem P1S, P1P oder X1C kommen und den Schritt zu echtem Mehrfarbendruck oder sauberen Stützstrukturen machen möchten
  • Sie ein Studio oder eine kleine Druckfarm betreiben und eine kompakte, aber professionelle Maschine benötigen
  • Sie häufig technische Materialien drucken (ABS, ASA, Nylon, PC)
  • Sie Wert auf frühzeitige Fehlererkennung (PMSM-Servo) für lange, unbeaufsichtigte Drucke legen
  • Sie das gesamte Bambu Lab-Ökosystem (Bambu Studio, MakerWorld, AMS) nutzen möchten, ohne 1.749 € für eine H2D zu bezahlen

Die X2D ist nichts für Sie, wenn:

  • Sie drucken ausschließlich PLA und PETG als Hobby: Die P2S für 549€ ist die sinnvollere Wahl
  • Sie benötigen echten IDEX-Doppelextruder mit zwei unabhängigen Druckköpfen: Kaufen Sie die H2D
  • Sie möchten integriertes Laserschneiden oder CNC-Fräsen: Kaufen Sie die H2D mit den entsprechenden Modulen
  • Ihr Druckvolumen überschreitet regelmäßig 256 mm: Kaufen Sie die H2D
  • Sie drucken häufig TPU und möchten beide Düsen dafür nutzen: Der sekundäre Bowden-Extruder ist dafür nicht geeignet

Für 629€ als Einstiegspreis bietet die X2D eine Kombination aus Funktionen, die vor zwei Jahren mehr als doppelt so viel gekostet hätte. Bambu Lab hat professionelle Doppelextruder- und Heizkammer-Funktionen für den Heimgebrauch zugänglich gemacht – und das bei gewohnter Bedienfreundlichkeit, die die Marke zur Referenz in der Branche gemacht hat. Sie ist der würdige Nachfolger der X1 Carbon und aktuell wohl der beste Einstiegspunkt in das Bambu Lab-Ökosystem für ernsthafte Maker.

Häufige Fragen zur Bambu Lab X2D

Wann wurde die Bambu Lab X2D veröffentlicht?

Die Bambu Lab X2D wurde offiziell am 14. April 2026 um 10 Uhr EDT (16:00 MESZ) veröffentlicht. Sie ist ab dem Erscheinungstag im offiziellen Bambu Lab-Shop erhältlich.

Was kostet die Bambu Lab X2D in Deutschland?

In Deutschland und der Europäischen Union kostet die Bambu Lab X2D 629€ in der Basisversion und 849€ in der Combo-Konfiguration, die das AMS 2 Pro-System enthält. Der optionale Vision Encoder für eine Präzision von 50 Mikrometern ist separat erhältlich.

Was ist der Unterschied zwischen der X2D und der H2D?

Der wesentliche Unterschied liegt im Doppelextruder-System. Die H2D nutzt IDEX (unabhängige Schienen mit zwei separaten Druckköpfen), während die X2D einen gemeinsamen Einzeldruckkopf mit mechanischer Umschaltung zwischen den Düsen verwendet. Die H2D bietet ein größeres Druckvolumen (325×320×325 mm gegenüber 256×256×256 mm), optionale Laserschneid- und Schneidklingenmodule und ist ab 1.749€ erhältlich. Die X2D ist kompakter, günstiger (629€) und mechanisch einfacher aufgebaut.

Lohnt sich die X2D, wenn ich bereits eine X1 Carbon besitze?

Das hängt von Ihrem Nutzungsverhalten ab. Wenn Sie ausschließlich mit einem Material drucken und mit der X1 Carbon zufrieden sind, läuft der Bambu-Support bis 2031 – ein sofortiger Wechsel ist nicht notwendig. Wenn Sie hingegen ernsthaft mehrfarbig drucken, saubere Stützstrukturen mit löslichem Stützmaterial benötigen oder technische Filamente wie ABS, ASA oder Nylon verarbeiten möchten, stellt die X2D mit Doppelextruder, aktivem Wärmekammer-Management und verbesserter KI-Überwachung einen echten Generationssprung dar.

Kann ich TPU mit der Bambu Lab X2D drucken?

Ja, jedoch ausschließlich über die linke Hauptdüse mit Direktantrieb. Die rechte Hilfsdüse verwendet ein Bowden-System mit langem PTFE-Schlauch. Bambu Lab empfiehlt ausdrücklich, darüber kein TPU oder andere flexible Filamente zu drucken, da es zu Komprimierungs- und Rutschproblemen beim Filamentvorschub kommen kann.

Was ist die Hilfsdüse der X2D?

Die Hilfsdüse ist der zweite Extruder der X2D, der sich rechts am Druckkopf befindet. Im Gegensatz zur Hauptdüse (Direktantrieb) nutzt sie ein Bowden-System mit einem Motor, der an der Rückseite des Druckers montiert ist. Sie ist hauptsächlich für den Druck von Stützmaterial oder für mehrfarbigen Druck vorgesehen. Die maximale Druckgeschwindigkeit beträgt 200 mm/s, und Bambu Lab empfiehlt die Verwendung von offiziellem Filament für beste Druckqualität.

Ist die Bambu Lab X2D mit dem AMS-System kompatibel?

Ja. Die X2D ist vollständig mit dem AMS-System von Bambu Lab kompatibel. Die Combo-Version (849€) enthält ein AMS 2 Pro. Sie können mehrere AMS-Einheiten anschließen, um die Kapazität zu erweitern – die X2D unterstützt bis zu 25 gleichzeitige Farben mit mehreren verbundenen AMS-Einheiten.

Wie viele Farben kann die X2D gleichzeitig drucken?

Die Bambu Lab X2D kann bis zu 25 verschiedene Farben in einem einzigen Druck kombinieren, wenn mehrere AMS-Einheiten angeschlossen werden. Mit einem einzelnen AMS 2 Pro sind maximal 4 gleichzeitige Farben möglich. Die neue Color-Mixing-Funktion in Bambu Studio 2.5.3 ermöglicht darüber hinaus das Mischen von Filamenten direkt im Slicer, um zusätzliche Farbtöne zu erzeugen.

Verfügt die X2D wie die H2D über eine beheizte Kammer?

Ja. Die X2D übernimmt das aktive Thermokammersystem der H2D mit einem Heat Mode, der die Kammer während des Drucks auf bis zu 65 °C aufheizt. Dies ermöglicht den Druck von technischen Materialien wie ABS, ASA, Nylon und Polycarbonat mit deutlich weniger Warping und besserer Schichthaftung. Zusätzlich gibt es einen Cool Mode für Materialien wie PLA, die eine schnelle Kühlung benötigen.

Ist die Bambu Lab X2D mit Filamenten von Drittanbietern kompatibel?

Ja, sie ist mit Filamenten von Drittanbietern kompatibel. Bambu Lab empfiehlt, im Hilfsdüsensystem offizielles Filament zu verwenden, um die beste Qualität zu erzielen, aber jedes Standardfilament (PLA, PETG, ABS, ASA, TPU, Nylon) funktioniert problemlos in der Hauptdüse. Bei Mr Resin finden Sie kompatible Filamente für die X2D von Marken wie Anycubic, Elegoo und Winkle – mit schnellem Versand innerhalb Deutschlands.

Wann wurde der Bambu Lab X1 Carbon eingestellt?

Der X1 Carbon wurde offiziell am 31. März 2026 aus dem Sortiment genommen. Bambu Lab bietet weiterhin Firmware-Support bis Mai 2027, Sicherheitsupdates bis Mai 2029 und Ersatzteilverfügbarkeit bis März 2031.

Was ist der Vision Encoder der X2D?

Der Vision Encoder ist ein optional erhältliches Zubehör, das separat verkauft wird und eine Bewegungsgenauigkeit von 50 Mikrometern über das gesamte Druckvolumen ermöglicht. Er erkennt und kompensiert die Riemendehnung sowie den progressiven mechanischen Verschleiß und sorgt so für dauerhaft präzise Ergebnisse. Besonders nützlich ist er bei großen Bauteilen oder Anwendungen, bei denen enge Maßtoleranzen entscheidend sind.