Das perfekte Harz für Ihre Warhammer-Orks hängt vom Verwendungszweck ab: Für massive Armeen, bei denen Geschwindigkeit alles ist, empfehle ich wasserlösliche 3D-Drucker-Harze; für einen Helden oder eine Eliteeinheit mit spektakulären Details ist ein ABS-Like- oder hochauflösendes Harz die beste Wahl.
Orks sind voluminöse Miniaturen – jede verbraucht mehr Harz als eine Standard-Marine-Mini. Mit unserem Rechner geben Sie das Gesamtvolumen Ihrer Horde ein (eine Ork-Miniatur liegt bei etwa 10–14 ml) und erhalten die Gesamtkosten: Material, Strom, Abschreibung und Ihre Zeit. Kosten meiner Horde berechnen →
Welches 3D-Harz eignet sich am besten für Warhammer-Ork-Miniaturen?
Das richtige Harz zu wählen ist der erste Schritt, damit Ihr Waaagh! auf der Spielplatte genauso aussieht und hält, wie Sie es sich vorstellen. Nicht alle Harze sind gleich – jedes bietet spezifische Vorteile für die groben und detailreichen Designs der Orks. In meiner Erfahrung ist es am praktischsten, nach der Rolle der Miniatur zu entscheiden.

Für Truppen und massive Armeen
Wenn Sie sich daran machen, eine Horde von 50 Boyz zu drucken, kann die Nachbearbeitung – also das Reinigen und Aushärten der Teile – schnell zum Albtraum werden. Genau in diesem Moment werden wasserlösliche 3D-Drucker-Harze zu Ihren besten Verbündeten.
- Maximale Schnelligkeit: Die Teile direkt mit Leitungswasser reinigen zu können, ohne Isopropylalkohol handhaben zu müssen, beschleunigt den Prozess enorm.
- Komfort: Sie riechen deutlich weniger intensiv – Ihre Nase wird es Ihnen bei langen Drucksitzungen danken. 😉
Natürlich haben sie auch einen Schwachpunkt: Sie sind etwas zerbrechlicher. Äxte, Stacheln und andere filigrane Teile Ihrer Orks könnten brechen, wenn sie herunterfallen. Deshalb setze ich sie hauptsächlich für die Basisinfanterie ein, wo die Anzahl wichtiger ist als die individuelle Stabilität.
Ein Insider-Tipp: Für etwas mehr Härte habe ich ausprobiert, die Miniaturen etwas länger als üblich auszuhärten. Mit 30–60 Sekunden extra unter der UV-Lampe werden sie meist deutlich stabiler – übertreiben Sie es jedoch nicht, sonst werden sie spröde.
Für Helden und Eliteeinheiten
Für einen imposanten Warboss, einen vollgepackten Mek oder einen Trupp Meganobz suchen Sie zwei Dinge: beeindruckende Details und bombenfeste Stabilität. Hier sind ABS-Like-Harze für mich die klare Sieger-Option. Sie imitieren die Eigenschaften von ABS-Kunststoff und bieten eine Flexibilität sowie Schlagfestigkeit, die Standard-Harzen weit überlegen ist. Sie überstehen den harten Spielbetrieb deutlich besser.
Wenn Sie den Detailgrad auf das Maximum treiben möchten, gibt es außerdem hochauflösende Harze in 8K/12K. Diese sind ideal, um selbst die feinsten Risse einer Rüstung einzufangen – allerdings zu einem entsprechend höheren Preis. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, habe ich hier eine praktische Vergleichstabelle zusammengestellt.
| Harztyp | Ideal für... | Detailgrad | Stabilität | Reinigung |
|---|---|---|---|---|
| Wasserlösliches Harz | Truppen, große Armeen | Gut | Gering | Sehr einfach |
| ABS-Like | Helden, Eliteeinheiten, Spielstücke | Sehr gut | Hoch | Mittel |
| Hochauflösendes Harz (8K+) | Ausstellungsfiguren, Dioramen | Hervorragend | Mittel-Hoch | Mittel |
Wie Sie sehen, hat jedes Harz seinen eigenen Einsatzbereich. Der Schlüssel liegt darin, Detailanforderungen, Budget und den gewünschten Aufwand bei der Nachbearbeitung in Einklang zu bringen. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem empfehle ich einen Blick in meinen vollständigen Ratgeber zu Harz für den 3D-Drucker.
Wie gelingt der perfekte 3D-Druck von Orks?
Der Schlüssel zu einem perfekten Druckergebnis liegt im Slicer – dem Programm, das das 3D-Modell für den Druck vorbereitet. Eine gute Vorbereitung dort ist 90 % der Arbeit und spart Ihnen stundenlange Nachbearbeitung sowie Harz. Hier entscheidet sich, ob Ihre Warhammer-Orks vitrinenwürdig werden oder im Frust enden.

Das Erste, was ich durch viel Ausprobieren gelernt habe: Miniaturen niemals komplett aufrecht drucken. Mein wichtigster Tipp ist, sie immer um etwa 45 Grad nach hinten zu neigen. Warum? Ganz einfach: So landen die Stützmarken in wenig sichtbaren Bereichen – etwa am Rücken oder unter den Armen. Damit schützen Sie die markanten Stellen wie Gesicht, Brust und Waffen.
Stützstrukturen: Ihre besten Verbündeten – wenn richtig eingesetzt
Hier scheitern viele Einsteiger. Es geht nicht darum, die Miniatur wahllos mit Supports zu überhäufen, sondern eine durchdachte Struktur zu schaffen, die hält, ohne Spuren zu hinterlassen. Der Trick, der bei mir immer funktioniert: verschiedene Stärken kombinieren.
- Leichte Stützen: Diese verwende ich für fast alles. Sie sind ideal für feine Details – Finger, Zähne, die Ränder eines Lendenschurzes – weil sie sich hervorragend entfernen lassen und kaum Spuren hinterlassen.
- Mittlere/Schwere Stützen: Das sind die tragenden Säulen. Ich setze sie an strategischen Punkten ein, die das Gewicht tragen müssen, wie die Stiefel (das Erste, was gedruckt wird) oder die riesigen Äxte mancher Orks. Ein paar robuste Stützen an diesen Stellen stellen sicher, dass das Teil nicht ablöst.
Wenn Sie diese Technik meistern möchten, empfehle ich einen Blick in meinen Leitfaden über die Optimierung von Stützen für Ihre Resin-3D-Drucke. Dort verrate ich Ihnen noch einige weitere Tipps und Tricks.
Druckparameter und die oft vergessene FEP-Folie
Sobald die Stützen fertig sind, kommt der entscheidende Moment: die Belichtungsparameter einstellen. Diese Werte hängen stark von Ihrem Drucker und dem verwendeten Harz ab, aber ich gebe Ihnen einige Richtwerte, die mir als guten Ausgangspunkt dienen.
- Standardharz (z. B. Grau): Ich arbeite in der Regel mit 2 bis 3 Sekunden pro Schicht bei einer Schichthöhe von 0,05 mm.
- Opakes Harz (Schwarz oder Weiß): Hier ist Vorsicht geboten, da diese Harze UV-Licht stärker blockieren. Ich erhöhe die Belichtungszeit etwas auf etwa 3 bis 4 Sekunden pro Schicht, um eine vollständige Aushärtung zu gewährleisten.
Und schließlich etwas, das ich nicht oft genug betonen kann: Achten Sie auf Ihre FEP/nFEP-Folie. Diese transparente Folie am Boden des Harztanks ist eine der häufigsten Ursachen für fehlgeschlagene Drucke. Ist sie zerkratzt oder beschädigt, werden Sie Probleme bekommen. Wenn sie trüb oder fleckig aussieht, gehen Sie kein Risiko ein – in meinem Shop finden Sie FEP/nFEP-Ersatzfolien.
Wie reinige und härte ich Ork-Miniaturen richtig aus?
Eine korrekte Nachbearbeitung ist entscheidend, um klebrige, spröde Miniaturen mit verwischten Details zu vermeiden. Jetzt geht es darum, das überschüssige flüssige Harz abzuwaschen und das Modell mit UV-Licht endgültig auszuhärten. Nichts ist schlimmer als ein Ork ohne Ausstrahlung – also bereiten wir ihn kampfbereit vor!

Klassische Methode mit Isopropylalkohol (IPA)
Dies ist die traditionelle Methode und meiner Meinung nach nach wie vor die effektivste für die meisten Harze. Isopropylalkohol (IPA) ist ein äußerst wirksames Lösungsmittel, das die Teile makellos sauber hinterlässt. Ich empfehle stets, zwei Behälter zu verwenden:
- Erster Bad (das „schmutzige" Bad): Ich tauche das frisch gedruckte Teil ein und bewege es sanft für 1–2 Minuten. Mit einer weichen Zahnbürste reinige ich vorsichtig, um den Großteil des Harzes zu entfernen.
- Zweites Bad (frischer IPA): Nach dem ersten Waschgang kommt das Teil in einen zweiten Behälter mit frischem Alkohol. Hier reichen 30 Sekunden vollkommen aus.
Dieses Zwei-Bad-System ist ein cleverer Trick, um die Lebensdauer Ihres Alkohols zu verlängern. Wenn Sie mehr über den Umgang mit diesem Produkt erfahren möchten, lesen Sie meinen vollständigen Leitfaden zur Verwendung von Isopropylalkohol beim Resin-3D-Druck.
Die schnelle Methode mit wasserlöslichem Harz
Wenn man einen ganzen Haufen Boyz druckt, zählt jede Minute. In solchen Fällen sind wasserlösliche 3D-Harze ein echter Segen. Der Ablauf ist sehr ähnlich, nur ersetzen wir IPA durch einfaches Leitungswasser.
Aber Vorsicht! Gießen Sie das Wasser mit Harzresten niemals in den Abfluss. Der richtige Weg ist, es in einem transparenten Behälter an die Sonne zu stellen. Das UV-Licht aushärtet die Reste, sodass Sie sie anschließend herausfiltern und im normalen Hausmüll entsorgen können.
Mein goldener Tipp: Entfernen Sie die Stützen NACH dem Waschen, aber VOR der finalen Aushärtung. Genau in diesem Moment ist das Harz bereits fest, hat aber noch eine gewisse Flexibilität. So lassen sich die Stützen deutlich leichter ablösen und das Risiko, feine Details zu beschädigen, sinkt erheblich.
Die finale Aushärtung: nicht zu viel UV
Sobald die Miniatur sauber und vollständig trocken ist (wirklich trocken!), kommt der finale Aushärtungsschritt. Die UV-Aushärtung (Harzaushärtung durch ultraviolettes Licht) sorgt dafür, dass das Harz vollständig durchhärtet. Zu viel ist dabei genauso schädlich wie zu wenig.
| Miniaturentyp | Empfohlene Aushärtezeit | Hinweise von Mr Resin |
|---|---|---|
| Standard Orco Boy (32mm) | 2–3 Minuten | Zur Hälfte der Zeit wenden, damit das Licht alle Seiten erreicht. |
| Nob oder mittelgroße Figur | 3–5 Minuten | Besonders auf die Bereiche unter Armen und Waffen achten. |
| Warboss oder großes Modell | 5–8 Minuten | Besser in mehreren kurzen Intervallen aushärten als in einem langen Durchgang. |
| Hohle Teile | +1 Minute zusätzlich | Sicherstellen, dass das Licht durch die Ablauflöcher ins Innere gelangt. |
Zu lange Aushärtung ist ein häufiger Anfängerfehler. Lässt man die Miniatur zu lange unter UV-Licht, wird das Harz übermäßig hart und spröde. Behalten Sie die Zeiten im Blick, und Ihr Waaagh! ist bereit zum Angriff.
Welche Maltechniken eignen sich für Ork-Miniaturen?
Damit Ihre Warhammer-Orks wirklich zum Leben erwachen, liegt das Geheimnis im Kontrast. Die Kombination aus leuchtend grüner Haut und schmutzigen, verrosteten Rüstungen und Ausrüstungen ist einfach unschlagbar. Am Ende geht es darum, die Hände schmutzig zu machen und den Prozess zu genießen. Los geht's!

Das Grundieren ist ein unverzichtbarer Schritt. Es schafft eine Basisschicht mit perfekter Haftung und bringt Details zum Vorschein, von denen Sie gar nicht wussten, dass sie da sind. Für mich ist die Airbrush das Maß aller Dinge, und ich bin ein absoluter Fan der Vallejo Surface Primer-Reihe. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, habe ich einen vollständigen Leitfaden darüber geschrieben, wie Sie Miniaturen wie ein Profi grundieren.
Sobald die Miniatur grundiert ist, beginnt der spannendste Teil. Dafür gibt es nichts Besseres als eine gute Auswahl an Vallejo-Farben zur Hand zu haben.
So malen Sie die ikonische grüne Haut der Orks
Die Haut ist die Seele eines Orks. Diesen Ton zu erreichen, der echt und tiefgründig wirkt, ist einfacher als Sie denken, wenn Sie einer logischen Reihenfolge folgen. Hier ist mein persönliches Rezept:
- Basisschicht: Ich trage zwei dünne Schichten eines mittleren Grüns auf, wie das Goblin Green.
- Schattierung: Ich gebe einen Wash mit dunkelgrüner oder schwarzer Tinte, wie das Green Wash, und lasse es in alle Vertiefungen einziehen.
- Erstes Highlight: Sobald die Tinte getrocknet ist, kehre ich zum Goblin Green zurück und male die erhabenen Muskelpartien, wobei ich die Schatten sichtbar lasse.
- Abschließendes Highlight: Ich mische das Basisgrün mit einem Hauch Gelb (Livery Green) und setze einen letzten Lichtakzent nur auf den markantesten Stellen: Knöchel, Nasenspitze usw.
Dieser Schichtprozess verleiht der Miniatur ein beeindruckendes Volumen. Wenn Sie mehr in die Tiefe gehen möchten, empfehle ich Ihnen meinen Artikel zur Farbtheorie für Miniaturen.
Verwittertes Metall und abgenutztes Leder
Ein echter Ork trägt eine völlig zerschlissene Ausrüstung. Für seine Waffen und Rüstungen strebe ich stets einen stark verrosteten Metalllook an.
Ich beginne mit einer Basis aus einem dunklen Metallton wie Gunmetal Grey. Auf diese Basis trage ich einen großzügigen Wash aus Black Wash auf und nutze die noch feuchte Phase, um gezielt Umber Wash (ein Braunton) aufzutupfen und so Rost zu simulieren.
Mein Tipp für einen spektakulären Rosteffekt: Für ein noch stärkeres Ergebnis greife ich zu Pigmenten. Ein Orange- oder Rotbraunton, trocken mit einem alten Pinsel aufgetragen und mit mattem Klarlack fixiert, liefert ein beeindruckendes Resultat. Probieren Sie es aus!
Für das Leder ist die Formel einfach: Basis mit Leather Brown, ein schwarzer Wash um die Nähte zu betonen und abschließend helle ich die Kanten mit einem helleren Ton wie Beasty Brown auf.
Meine grundlegende Farbpalette für Warhammer-Orks
Hier ist eine Übersicht meiner persönlichen Auswahl an Vallejo Game Color-Farben. Für mich sind das die unverzichtbaren Farben, um mit dem Bemalen jedes Ork-Clans zu beginnen.
| Miniaturteil | Grundfarbe | Washing / Tinte | Erstes Highlight | Finales Highlight / Detail |
|---|---|---|---|---|
| Grüne Haut | Goblin Green | Green Wash | Goblin Green | Livery Green |
| Metall | Gunmetal Grey | Black/Umber Wash | Chainmail Silver | - |
| Leder | Leather Brown | Black Wash | Beasty Brown | - |
| Knochen/Zähne | Bonewhite | Sepia Wash | Bonewhite | Off-White |
Wer lieber mit dem Airbrush arbeitet: Die Game Air-Reihe ist perfekt für weiche Farbübergänge auf der Haut oder für schnelle Lichteffekte auf Waffen. Einfach ausprobieren – es lohnt sich!
Häufige Fragen zum Drucken und Bemalen von Warhammer-Orks
Was tun, wenn meine Ork-Miniaturen nach dem Aushärten klebrig bleiben?
Klebrigkeit entsteht fast immer durch unzureichendes Waschen oder unvollständiges Trocknen. Reinigen Sie die Miniatur gründlich in Isopropylalkohol und stellen Sie sicher, dass sie vollständig getrocknet ist, bevor Sie sie unter die UV-Lampe legen.
Wie verhindere ich, dass dünne Lanzen und Äxte abbrechen?
Diesen Profi-Trick sollten Sie kennen: Entfernen Sie die Stützen direkt nach dem Waschen, aber vor dem vollständigen Aushärten. Das Harz ist zu diesem Zeitpunkt bereits formstabil, aber noch leicht flexibel – so lassen sich die Stützen sauber entfernen, ohne filigrane Teile zu beschädigen.
Pinsel oder Airbrush zum Bemalen der Ork-Haut – was ist besser?
Das hängt vom gewünschten Ergebnis ab – keines ist grundsätzlich besser. Mit dem Pinsel haben Sie mehr Kontrolle für ausgeprägte Texturen, ideal für Muskeln und Details. Das Airbrush hingegen ist unschlagbar für weiche Übergänge und spart bei großen Armeen enorm viel Zeit.
Fazit:
Wir sind am Ende angelangt – und ich hoffe, Sie sind jetzt mehr denn je motiviert, Ihre eigene Warhammer-Ork-Armee aufzubauen. Von der Wahl des richtigen Harzes bis zum finalen Pinselstrich haben wir alles abgedeckt, damit Ihre Orks auf dem Spieltisch wirklich Eindruck machen. Eine Zauberformel gibt es nicht – nur Übung und die Freude am Experimentieren.
Wenn Sie mir noch einen letzten Rat von Kollege zu Kollege gestatten: Scheuen Sie sich nicht, Neues auszuprobieren. Die vermeintlichen „Fehler" sind nichts anderes als Lektionen, die Sie für das nächste Projekt stärker machen. Ich habe schon Leute erlebt, die nicht einmal wussten, was Resin ist, und am Ende einen atemberaubenden Waaagh! auf die Beine gestellt haben. Jetzt sind Sie dran!
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