Anycubic Photon Workshop, den die meisten von uns als Anycubic Slicer kennen, ist das Herzstück, das Ihre 3D-Designs in die Anweisungen umwandelt, die Ihr Resin-Drucker benötigt, um seine Magie zu vollbringen. 🧙♂️
Er ist im Wesentlichen der Übersetzer, der Ihre digitale Idee mit dem physischen Objekt verbindet, das Sie am Ende in den Händen halten. Nachdem Sie ein gutes Harz für Ihren 3D-Drucker gewählt haben, ist die Beherrschung dieser Software der wichtigste Schritt, um spektakuläre Ergebnisse zu erzielen.
Warum ist der Anycubic Slicer Ihr bester Verbündeter? 🤔

Wenn Sie einen Anycubic Resin-Drucker besitzen – wie einen der beliebten Photon-Serie – ist die Verwendung des offiziellen Anycubic Slicers zweifellos die klügste Entscheidung. Es handelt sich dabei nicht um irgendeine Slicing-Software; sie wurde von denselben Ingenieuren entwickelt, die auch Ihren Drucker gebaut haben.
Was bedeutet das für Sie? 🤔 Ganz einfach: eine Kompatibilität und Optimierung, die Sie bei anderen Programmen kaum finden werden.
Die Software ist perfekt auf die Hardware und Firmware von Anycubic abgestimmt. In der Praxis bedeutet das ein deutlich reibungsloseres Erlebnis und, was am wichtigsten ist, eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Drucke beim ersten Versuch gelingen. 🤩
Eine Benutzeroberfläche für alle
Eines der größten Stärken dieses Slicers ist seine überraschend intuitive und übersichtliche Benutzeroberfläche. Sie ist ideal, egal ob Sie ein Einsteiger sind, der gerade seinen ersten Drucker ausgepackt hat, oder ob Sie bereits reichlich Erfahrung mitbringen.
Wenn Sie gerade erst in die Welt des Resin-3D-Drucks einsteigen, werden Sie sich sofort zurechtfinden. Alle Optionen befinden sich genau dort, wo Sie sie erwarten – ohne endlose Menüs, die Sie überfordern.
Anders als andere Programme, die an ein Cockpit erinnern können, führt Sie der Anycubic Slicer auf natürliche Weise durch den gesamten Prozess:
- 3D-Modell importieren – so einfach wie Drag-and-Drop in das Programmfenster.
- Objekt ausrichten und skalieren – mit übersichtlichen visuellen Steuerelementen, die selbsterklärend sind.
- Stützen hinzufügen – dank einer automatischen Funktion, die in den meisten Fällen sehr gute Ergebnisse liefert.
- Datei slicen – mit nur wenigen Klicks, sobald Ihr Harz-Profil konfiguriert ist.
Beim 3D-Druck ist Einfachheit gleichbedeutend mit Effizienz. Ein guter Slicer zeichnet sich nicht durch die meisten Optionen aus, sondern dadurch, dass er Ihnen ermöglicht, mit minimalem Aufwand hervorragende Ergebnisse zu erzielen.
Optimierung und Geschwindigkeit 🚀
Neben der einfachen Bedienung ist diese Software darauf ausgelegt, das Maximum aus Ihrem Drucker herauszuholen. Sie verkürzt die Slicing-Zeiten (also den Prozess, das Modell in Schichten zu „zerschneiden") und erzeugt Druckdateien (.pwmo, .pmx2 usw.), die 100 % kompatibel sind – und vermeidet so Lesefehler, die einen mehrstündigen Druck ruinieren können.
Kurz gesagt: Der offizielle Slicer von Anycubic bietet Ihnen eine solide Grundlage, damit Sie sich auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: Ihre Kreativität und die Qualität Ihrer Drucke. Wenn Sie tiefer in den gesamten Druckprozess einsteigen möchten, empfehlen wir Ihnen einen Blick in unseren vollständigen Leitfaden zum Resin-3D-Druck, in dem wir alle wichtigen Schritte ausführlich erklären.
Anycubic Slicer herunterladen und installieren 📥
Legen wir direkt los und richten den Anycubic Slicer auf Ihrem Computer ein. Das ist viel einfacher als gedacht – in wenigen Minuten sind Sie startklar und können Ihre ersten Modelle slicen.
Das Wichtigste zuerst, wie wir bei Mr Resin immer betonen: Laden Sie ausschließlich von der offiziellen Quelle herunter. Vergessen Sie Foren oder dubiose Download-Seiten. Die einzige Möglichkeit, die neueste Version zu erhalten – virenfrei und für Ihren Drucker optimiert – ist die offizielle Anycubic-Website.
Der direkte Download-Link und die ersten Schritte
Um die Software sicher zu beziehen, ist die offizielle Website die einzige verlässliche Anlaufstelle. Dort finden Sie stets die aktuellsten Versionen für alle gängigen Betriebssysteme.
- Zur offiziellen Anycubic Slicer-Seite: Klicken Sie direkt auf den Downloadbereich von Anycubic.
-
Betriebssystem auswählen: Sie sehen die Optionen für Windows (eine
.exe-Datei) und macOS (eine.dmg-Datei). Klicken Sie auf die passende Version. - Datei herunterladen: Der Download startet sofort. Die Dateien sind in der Regel 200 bis 300 MB groß und schnell heruntergeladen.
Sobald die Datei in Ihrem Download-Ordner liegt, geht es ganz klassisch weiter: Doppelklick, Installationsanweisungen folgen – das übliche „Weiter, Weiter, Akzeptieren". Kein Hexenwerk. ✅
Erstkonfiguration nach der Installation
Fertig! Das Programm-Symbol erscheint auf Ihrem Desktop. Beim ersten Start stellt der Anycubic Slicer Ihnen einige wichtige Fragen. Überspringen Sie diesen Schritt nicht – er ist entscheidend für einen reibungslosen Betrieb.
So sieht die Benutzeroberfläche beim ersten Start aus. Hier teilen wir dem Programm mit, welchen Drucker Sie verwenden – der erste Schritt zu einer korrekten Konfiguration.
Der Einrichtungsassistent führt Sie durch alles. Dabei sind zwei Dinge zu erledigen:
- Sprache auswählen: Wählen Sie „Deutsch" aus der Liste für eine komfortable Bedienung.
- Drucker hinzufügen: Das ist der entscheidende Schritt! Sie sehen eine Liste aller Anycubic-Druckermodelle. Suchen Sie Ihren Drucker (z. B. Photon Mono X2, Photon M3 usw.) und wählen Sie ihn aus.
Sobald Sie Ihr Modell auswählen, lädt die Software automatisch ein Basisprofil mit den empfohlenen Werkseinstellungen. Dazu gehören die Druckbett-Abmessungen sowie Standard-Geschwindigkeitseinstellungen. Ein solider Ausgangspunkt, der Ihnen viel Frust erspart.
Die Beliebtheit dieses Slicers in der deutschsprachigen Community kommt nicht von ungefähr. In Foren wie impresoras3d.com wird die intuitive Benutzeroberfläche und die zuverlässige Funktionsweise immer wieder gelobt. Bei Mr Resin empfehlen wir ihn, weil er den Arbeitsablauf enorm vereinfacht – besonders beim Einsatz gängiger Harze.
Mit diesen einfachen Schritten sind Sie bereit, Ihr erstes 3D-Modell zu importieren. In weniger als 15 Minuten haben Sie alles eingerichtet und können sofort loslegen! 🚀
Harzprofile wie ein Profi konfigurieren 👨🔬
Hier entscheidet sich alles. Wenn es ein Geheimnis gibt, das erfahrene Maker von Anfängern unterscheidet, dann dieses: ein eigenes Profil für jedes Harz anlegen, das Sie verwenden.
Es mag nach Mehraufwand klingen, aber ich versichere Ihnen: Es ist eine Zeitinvestition, die Ihnen stundenlange Frustration, aufwändige Reinigungen und literweise verschwendetes Harz erspart.
Ein Profil ist nichts anderes als ein gespeichertes „Rezept" in Ihrem Anycubic Slicer. Anstatt jedes Mal manuell Belichtungszeiten, Geschwindigkeiten und andere Parameter anzupassen – zum Beispiel beim Wechsel von Standardharz zu wasserlöslichem Harz –, laden Sie einfach das Profil und starten direkt mit dem Slicen. So einfach ist das.

Diese Einstellungen zu beherrschen ist zweifellos der Schritt, der den größten Unterschied in der finalen Druckqualität ausmacht.
Die wichtigsten Parameter verstehen
Wenn Sie die Druckeinstellungen im Anycubic Slicer öffnen (suchen Sie nach dem Zahnrad-Symbol), sehen Sie eine lange Liste von Optionen. Keine Sorge – Sie müssen nicht alle anfassen. Wir konzentrieren uns auf die Parameter, die wirklich zählen.
Diese Parameter müssen Sie unbedingt beherrschen:
- Schichthöhe (Layer Height): Die Dicke jeder einzelnen Schicht. Für maximale Detailgenauigkeit – zum Beispiel bei Miniaturen – werden niedrige Werte (0,025 mm) verwendet, allerdings verlängert sich die Druckzeit erheblich. Der Goldstandard liegt bei 0,05 mm – ein optimales Gleichgewicht zwischen Detail und Geschwindigkeit.
- Normale Belichtungszeit (Normal Exposure Time): Der wichtigste Parameter überhaupt. Er bestimmt, wie lange das UV-Licht eingeschaltet bleibt, um jede Schicht auszuhärten. Zu kurz – und das Modell löst sich auf; zu lang – und die Details „verschwimmen".
- Belichtungszeit der ersten Schichten (Bottom Exposure Time): Die ersten Schichten sind das Fundament. Sie müssen fest auf der Druckplatte haften. Deshalb ist ihre Belichtungszeit deutlich länger – in der Regel das 6- bis 10-Fache der normalen Belichtungszeit.
- Anzahl der Bodenschichten (Bottom Layers): Ganz einfach: Wie viele der ersten Schichten sollen diese extra UV-Dosis erhalten? Zwischen 5 und 8 Schichten sind in der Regel mehr als ausreichend.
- Hubhöhe (Lifting Distance): Die Höhe, um die sich die Druckplattform hebt, um das Modell von der FEP-Folie zu lösen. Ein guter Ausgangswert sind 6–8 mm.
- Hubgeschwindigkeit (Lifting Speed): Die Geschwindigkeit, mit der sich die Plattform von der FEP-Folie trennt. Zu schnelles Anheben ist eine der häufigsten Ursachen für Druckfehler. Eine langsamere Geschwindigkeit (z. B. 60 mm/min) reduziert den Unterdruck spürbar.
Profi-Tipp: Fangen Sie nie von null an. Nehmen Sie immer die vom Harz-Hersteller empfohlenen Profile oder die werkseitig voreingestellten Druckerprofile als Ausgangspunkt und passen Sie diese gezielt an.
Ihr erstes Profil für Standardharz erstellen
Legen wir los. Wir erstellen ein Profil für das gängigste Harz. Diese Werte sind ein solider Ausgangspunkt für einen modernen monochromen LCD-Drucker.
Öffnen Sie im Anycubic Slicer die Druckeinstellungen. Suchen Sie die Option zum Erstellen eines neuen Profils und vergeben Sie einen aussagekräftigen Namen, zum Beispiel „Standardharz Grau – 0,05 mm".
Geben Sie diese Werte als Basis ein:
- Schichthöhe: 0,05 mm
- Normale Belichtungszeit: 2,0 – 3,0 s
- Belichtungszeit erste Schichten: 20 – 25 s
- Anzahl der Bodenschichten: 6
- Hubhöhe: 7 mm
- Hubgeschwindigkeit: 65 mm/min
Speichern Sie das Profil – fertig! Beim nächsten Mal wählen Sie es einfach aus dem Menü aus.
Profile für spezielle Harze anpassen
Natürlich verhält sich nicht jedes Harz gleich. Die chemische Zusammensetzung ist unterschiedlich, und deshalb benötigt jede Harzsorte in Anycubic Slicer ihre eigenen Einstellungen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
- Wasserlösliches Harz: Im Vergleich zu Standardharz ist in der Regel eine etwas längere Belichtungszeit erforderlich (ca. +0,5 s). Dies gewährleistet eine vollständige Aushärtung.
- ABS-ähnliches Harz: Diese Harze sind auf Robustheit ausgelegt. Um die gewünschte Härte zu erreichen, ist eine deutlich höhere Belichtungszeit notwendig (+1 s oder mehr).
- Harz für hohe Detailgenauigkeit: Wer Miniaturen druckt, sollte die Schichthöhe auf 0,03 mm oder 0,025 mm reduzieren. Bei dünneren Schichten muss die normale Belichtungszeit entsprechend verringert werden.
Referenztabelle für Ihre Profile
Damit Sie nicht im Dunkeln tappen, haben wir hier eine praktische Übersicht für Sie. Die angegebenen Werte sind Ausgangsbereiche, die in den meisten Fällen gute Ergebnisse liefern. Beachten Sie jedoch: Die Temperatur in Ihrem Arbeitsbereich sowie der Zustand Ihrer FEP-Folie können kleine Anpassungen erfordern. Nutzen Sie diese Tabelle als Ausgangspunkt und kalibrieren Sie entsprechend!
| Harztyp | Belichtungszeit pro Schicht (s) | Belichtungszeit erste Schichten (s) | Schichthöhe (mm) |
|---|---|---|---|
| Standard | 2,0 - 3,5 s | 20 - 30 s | 0,05 mm |
| Wasserlösliches Harz | 2,5 - 4,0 s | 25 - 35 s | 0,05 mm |
| ABS-ähnliches Harz | 3,0 - 5,0 s | 30 - 45 s | 0,05 mm |
| Hohe Detailgenauigkeit | 1,5 - 2,5 s | 18 - 25 s | 0,025 - 0,03 mm |
| Flexibel / Zäh | 4,0 - 8,0 s | 40 - 60 s | 0,05 mm |
Jeder Drucker ist anders – daher empfehlen wir, eine Kalibrierungsmatrix zu drucken, um Ihre optimalen Werte zu ermitteln. Wenn Sie noch tiefer in die Materie einsteigen möchten, lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über die Harz- und Druckerparameter für Anycubic.
Die Kunst der fehlerfreien Stützstrukturen 🎨
Kommen wir zu einem der anspruchsvollsten Themen beim Resin-Druck: den Stützstrukturen. Wer schon einmal ein verformtes Druckobjekt aus dem Drucker geholt hat, weiß, wovon wir sprechen. Aber keine Sorge – der richtige Umgang mit Supports lässt sich erlernen, und Anycubic Slicer bietet alle notwendigen Werkzeuge dafür.

Stellen Sie sich Stützstrukturen wie das Gerüst eines Gebäudes vor. Ihre einzige Aufgabe ist es, das Druckobjekt Schicht für Schicht zu stabilisieren, während es aufgebaut wird. Das Ziel: so viele Supports wie nötig, so wenige wie möglich.
Leichte, mittlere und schwere Stützstrukturen: Wann welche verwenden?
Anycubic Slicer bietet die Wahl zwischen verschiedenen Support-Stärken. Diese Entscheidung sollte nicht dem Zufall überlassen werden.
- Leichte Stützen (Light): Ihre besten Freunde für empfindliche und detailreiche Bereiche. Die Spitze ist sehr fein und hinterlässt kaum sichtbare Abdrücke. Verwenden Sie sie für Gesichter, feine Texturen oder scharfe Kanten.
- Mittlere Stützen (Medium): Das Arbeitspferd. Sie bieten die perfekte Balance zwischen zuverlässigem Halt und einem relativ kleinen Abdruck. Ideal für die meisten Oberflächen.
- Schwere Stützen (Heavy): Die schwere Artillerie. Sie werden für die ersten Ankerpunkte und zur Unterstützung sehr großer und schwerer Bereiche verwendet. Sie hinterlassen einen deutlichen Abdruck, daher sollten Sie sie an Stellen platzieren, die später nicht sichtbar sind.
Das Dilemma: automatische vs. manuelle Stützen
Die Schaltfläche „Automatische Stützen" im Anycubic Slicer ist sehr verlockend. Funktioniert sie? Ja, und sie wird immer besser. Für einfache Teile ist sie ein fantastischer Ausgangspunkt.
Dem Algorithmus jedoch blind zu vertrauen ist nicht immer die beste Idee.
Die optimale Strategie ist ein hybrider Ansatz. Beginnen Sie mit den automatischen Stützen für die Grundarbeit und wechseln Sie dann in den manuellen Modus, um Stützen wie ein echter Handwerker zu verfeinern, hinzuzufügen und zu entfernen.
Die manuelle Kontrolle ermöglicht es Ihnen, leichte Stützen an wichtigen Stellen zu platzieren oder einen verdächtigen Überhang zu verstärken. Sie haben die Kontrolle. Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie unsere Anleitung zur Optimierung von Stützen für Ihre Resin-3D-Drucke.
Praxisbeispiel: Stützen für einen Krieger ⚔️
Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine Krieger-Miniatur drucken. Zunächst geht es um die Ausrichtung. Drucken Sie ihn niemals aufrecht. Neigen Sie ihn etwa 30–45 Grad nach hinten. Dadurch werden Schichtlinien minimiert und die Stützenabdrücke lassen sich besser verbergen.
Nach der Ausrichtung werden automatische mittlere Stützen gesetzt. Dann geht es ans Feintuning:
- Ankerpunkte verstärken: Die ersten gedruckten Punkte sind entscheidend. Ersetzen Sie die Stützen dort durch schwere, um eine ausfallsichere Verankerung zu gewährleisten.
- Inseln erkennen: Verwenden Sie das Inselerkennungs-Tool des Slicers. Es markiert rot alle Bereiche, die in der Luft gedruckt werden würden. Fügen Sie dort leichte Stützen hinzu.
- Details schützen: Überprüfen Sie das Gesicht und alle filigranen Bereiche. Hat die automatische Stütze dort eine zu dicke gesetzt, entfernen Sie sie und ersetzen Sie sie bei Bedarf durch mehrere leichte.
Konfigurieren Sie abschließend die Stützenspitze. Eine kleine kugelförmige Spitze lässt sich leichter entfernen und hinterlässt weniger Abdruck. Experimentieren Sie mit diesen Einstellungen, um die perfekte Balance zu finden.
Die häufigsten Probleme lösen 🛠️
Wem ist das nicht schon passiert? Stundenlang auf einen Druck gewartet und beim Abholen ein Desaster vorgefunden. Wie frustrierend! 😫 Aber keine Sorge – die meisten Fehler lassen sich beheben, und fast immer reicht es, ein paar Einstellungen im Anycubic Slicer anzupassen.
Problem 1: Der Druck haftet am FEP-Film statt an der Bauplattform
Das ist der Klassiker schlechthin. Das Teil entscheidet sich, am FEP-Film zu haften statt an der Bauplattform.
Ursachen und schnelle Lösungen im Anycubic Slicer:
- Zu geringe Belichtung der ersten Schichten: Wenn die Anfangsschichten nicht fest aushärten, haften sie nicht. Erhöhen Sie die „Bottom Exposure Time". Beginnen Sie mit Schritten von 5–10 Sekunden.
- Zu hohe Hubgeschwindigkeit: Wenn die Plattform zu schnell nach oben fährt, kann der Sog das Druckobjekt ablösen. Reduzieren Sie die „Lifting Speed", insbesondere die der Basisschichten („Bottom Lifting Speed").
- Falsch nivellierte Druckplattform: Auch wenn dies keine Slicer-Einstellung ist, ist es eine häufige Fehlerursache. Nivellieren Sie Ihre Plattform erneut gemäß der Bedienungsanleitung. Überspringen Sie diesen Schritt nicht!
Fehler 2: Risse oder Schichttrennung (Pancaking)
Dieser Fehler tritt auf, wenn sich die Schichten des Druckobjekts nicht richtig miteinander verbinden und horizontale Risse entstehen.
Mögliche Ursachen und Lösungen:
- Zu geringe normale Belichtungszeit: Erhöhen Sie die „Normal Exposure Time" leicht. Probieren Sie Erhöhungen in 0,5-Sekunden-Schritten.
- Falsche Pausen: Das Harz benötigt einen kurzen Moment zum Stabilisieren. Überprüfen Sie die Parameter „Light-off Delay" oder „Rest Time" und erhöhen Sie diesen Wert auf 1 bis 2 Sekunden.
- Zu starke Sogkräfte: Druckobjekte mit großen Flächen erzeugen einen Saugnapfeffekt. Neigen Sie das Objekt im Anycubic Slicer um 30–45 Grad. Sie können das Modell auch aushöhlen („Hollow") und Ablauflöcher hinzufügen.
Fehler 3: Stützstrukturen versagen und das Druckobjekt verformt sich
Der Druck ist abgeschlossen, aber Teile Ihres Modells sind verformt oder wurden gar nicht erst gedruckt.
Eine versagende Stützstruktur ist ein gebrochenes Versprechen an Ihr 3D-Modell. Das Ziel ist es, das Objekt intelligent zu stützen.
Diagnose und wichtige Anpassungen:
- Zu dünne oder falsch platzierte Stützstrukturen: Verwenden Sie eine gemischte Strategie. Beginnen Sie mit automatischen Stützstrukturen und verfeinern Sie diese anschließend manuell. Fügen Sie mittlere oder schwere Stützstrukturen an den tiefsten Punkten und großen Flächen hinzu.
- Zu kleine Kontaktspitzen: Wenn die Spitze, die die Stützstruktur mit dem Objekt verbindet, zu klein ist, kann sie brechen. Erhöhen Sie den Durchmesser der Spitze („Contact Diameter") oder die Tiefe („Contact Depth") etwas. Eine kleine Schleifstelle ist besser als ein verlorenes Druckobjekt.
Die neue Version des Anycubic Slicer hat die Produktivität erheblich verbessert. Mehr über die Software- und Hardware-Verbesserungen erfahren Sie auf der offiziellen Anycubic-Website.
Häufig gestellte Fragen zum Anycubic Slicer (FAQ)
Beim Einstieg in ein neues Programm tauchen immer Fragen auf. Deshalb haben wir die häufigsten Fragen zum Anycubic Slicer zusammengestellt, um sie ein für alle Mal zu beantworten. Legen wir los! 🤔
Kann ich den Anycubic Slicer mit Druckern anderer Hersteller verwenden?
Obwohl das Programm speziell für das Anycubic-Ökosystem entwickelt und optimiert wurde, wäre es theoretisch möglich, ein Profil für einen anderen Hersteller einzurichten. Praktisch ist das jedoch nicht.
Wenn Sie einen Drucker einer anderen Marke besitzen, sind universelle Slicer wie Chitubox oder Lychee Slicer die bessere Wahl. Diese Programme sind genau dafür gemacht und sparen Ihnen Zeit.
Was sind die „Inseln", die das Programm anzeigt?
„Inseln" gehören zu den größten Problemen beim Resin-Druck. Stellen Sie sich vor, ein Teil Ihres Modells beginnt mitten in der Luft zu drucken, ohne mit dem Rest verbunden zu sein.
Das ist eine Insel. Da sie keinen Halt hat, bleibt dieses ausgehärtete Harz einfach im Tank schweben. Das Ergebnis ist ein sicherer Fehlschlag. Zum Glück bietet Anycubic Slicer ein praktisches Werkzeug zur Erkennung solcher Inseln, damit Sie die nötigen Stützen hinzufügen können.
Muss ich die Parameter jedes Mal anpassen, wenn ich das Harz wechsle?
Keineswegs! Das wäre blanker Wahnsinn. Der Schlüssel liegt darin, Druckprofile für jedes verwendete Harz zu erstellen und zu speichern.
Sobald Sie die perfekten Einstellungen gefunden haben, speichern Sie diese als Profil. Beim nächsten Mal ist der Materialwechsel so einfach wie das Auswählen des richtigen Profils im Menü. Ein einziger Klick – und los geht's.
Was ist besser: automatische oder manuelle Stützen?
Die richtige Antwort lautet: eine Kombination aus beidem. Meine Methode ist es, mit der Funktion für automatische Stützen zu beginnen, damit das Programm die schwere Arbeit übernimmt.
Danach kommt die menschliche Note. Überprüfen Sie das Modell, fügen Sie an kritischen Stellen zusätzliche Stützen hinzu, entfernen Sie störende Stützen in sichtbaren Bereichen und passen Sie die Stärke der Stützenspitzen an. Dieser hybride Ansatz kombiniert die Stärke des Algorithmus mit Ihrem eigenen Urteilsvermögen – und liefert fast immer die besten Ergebnisse.
Fazit
Damit sind wir am Ende des Guides angelangt! 🥳 Sie haben jetzt alles gesehen, was Sie brauchen, um das Beste aus Anycubic Slicer herauszuholen: vom Installieren und Konfigurieren Ihrer Profile bis hin zum souveränen Umgang mit Stützen wie ein echter Profi. Mit diesem Wissen sind Sie bestens gerüstet, um Ihre Resin-Drucke auf das nächste Level zu bringen.
Jetzt sind Sie dran. Theorie ist schön und gut, aber entscheidend ist die Praxis. Haben Sie keine Angst davor, zu experimentieren, Parameter anzupassen und die perfekten Einstellungen für Ihren Drucker und Ihr Harz zu finden.
Damit Ihnen beim Experimentieren das Material nicht ausgeht, schauen Sie im Shop von Mr Resin vorbei. Wir haben alles, was Sie brauchen – vom hochauflösenden Resin für Ihre Figuren bis hin zu Filamenten für den 3D-Druck, falls Sie auch FDM-Druck betreiben.
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